Unternehmen

Ideen fangen ganz klein an

Die Gründung von URSAPHARM

Gegründet 1974 in Deutschland, hat sich das Unternehmen URSAPHARM in den zurückliegenden Jahrzehnten zu einem heute weltweit operierenden Firmenverbund entwickelt. Neben der Deutschlandzentrale im saarländischen Saarbrücken, zählen zwischenzeitlich Vertriebsniederlassungen in den Niederlanden, Österreich, Belgien, Polen, der Tschechischen Republik, der Slowakei, Russland und Indien zum internationalen URSAPHARM-Netzwerk. Über Kooperationsvereinbarungen mit Vertriebspartnern sind URSAPHARM-Produkte darüber hinaus noch in einer Vielzahl weiterer Länder vertreten.

Alles beginnt mit einer einfachen Idee. Augenerkrankungen der saarländischen Bevölkerung werden in den Siebzigerjahren zu einem Großteil noch mit Produkten aus naheliegenden Apotheken im benachbarten Frankreich behandelt. Eine Marktlücke, befinden die vier saarländischen Apotheker Albrecht Holzer, Dieter Trox, Werner Buxmann und Werner Bernhard und gründen die URSAPHARM Arzneimittel GmbH. Neben der Produktion von Medikamenten haben sie vor allem den professionell strukturierten Vertrieb ihrer Produkte vorrangig an saarländische Apotheken im Fokus. Das Ergebnis spricht für sich: Innerhalb von nur zehn Jahren stellt URSAPHARM ein komplettes Spektrum von Arzneimitteln in der Augenheilkunde her.

Das 1. große Patent

Weitere zehn Jahre später, im Jahr 1993, gelingt URSAPHARM dann ein echter Coup: Die Markteinführung des selbst entwickelten und umgehend patentierten COMOD®-Systems. Mit einem intelligent aufgebauten Behältnis und einer speziellen Dosierpumpe kommt das neue Produkt einer Revolution in der Pharmaindustrie gleich – galt es doch bis dahin als unmöglich, flüssige Präparate wie zum Beispiel Augentropfen, über einen längeren Zeitraum ohne die Zugabe von Konservierungsmitteln steril und haltbar zu machen. Das patentierte COMOD®-System (COntinuous MOnoDose) verhindert jedoch zuverlässig, dass die Lösung im Inneren des Applikationssystems mit der Umgebungsluft in Berührung gerät. Die Folge: Sämtliche Keime werden von der Lösung ferngehalten und eine sterile Anwendung ist auch nach Anbruch der Flasche gewährleistet. Insgesamt kommt das COMOD®-System bei Tropfen ebenso zum Einsatz wie bei Sprays.

Aufbau der Lohnfertigung

Nach dieser bahnbrechenden Entwicklung wächst das Unternehmen durch die Produktion und den Vertrieb eigener Produkte. Neben Medikamenten der Augenheilkunde produziert URSAPHARM weiterhin allgemeinmedizinische Präparate, engagiert sich in der Enzymtherapie und entwickelt Arzneimittel zur Behandlung von Allergien und Venenerkrankungen. Zudem wurde der Bereich Lohnfertigung als zusätzliches Standbein ausgebaut. In hochmodernen Fertigungsanlagen, die nationalen wie auch internationalen Anforderungen entsprechen, produzieren Spezialisten nach streng validierten Herstellungs- und Prüfverfahren pharmazeutische Produkte für dritte Unternehmen.

HYLO®-GEL Augentropfen werden verordnungsfähig

Einen weiteren wichtigen Meilenstein in der Unternehmensgeschichte erreicht URSAPHARM im Jahr 2008. Erstmals wird die Notwendigkeit einer Therapie mit qualitativ hochwertiger Hyaluronsäure-Lösung bestätigt. Der GBA stellte außerdem fest, dass es keine Alternative zu dem von URSAPHARM produzierten HYLO®-GEL gibt. Somit ist HYLO®-GEL das erste Medizinprodukt zur Augenbefeuchtung bei trockenen Augen, das in der deutschen Geschichte als verordnungsfähig eingestuft wird. Die Folge: Gesetzliche Krankenkassen müssen ab dem damaligen Zeitpunkt erstmalig, in bestimmten medizinischen Fällen (wie Schädigungen der Tränendrüse, verschiedenen Autoimmunerkrankungen, unvollständigem Lidschluss (Lagophthalmus) und Lähmungen der Gesichtsnerven (Fazialisparese)), für die Kosten einer Behandlung mit HYLO®-GEL aufkommen.